Die A.G.GENDER-KILLER ist eine Gruppe
von Menschen aus unterschiedlichen politischen
Zusammenhängen, die 2001 begonnen
haben, zusammen das Projekt GENDER KILLER
zu organisieren. Wir machen Aktionen,
Filmvorführungen und Veranstaltungen
zum Thema Geschlechterverhältnisse,
Antisexismus und Patriarchat, T-Shirts,
Flyer und diese Homepage, auf der Aktionsideen,
Film- und Buchtipps, Links und Anlaufstellen
zum Thema Antisexismus abrufbar sind.
Heterosexualität
und Zweigeschlechtlichkeit sind Produkte
eines gesellschaftlichen Prozesses, in
dem die meisten von uns sich entweder
als Frau oder als Mann begreifen, sich
den gesellschaftlichen Ansprüchen
an die jeweilige Geschlechterrolle gemäß
verhalten und sich selbst als eines der
zwei Geschlechter empfinden. Transgender,
Intersexen und andere nicht konforme Identitäten
haben in dieser Gesellschaft wenn überhaupt
dann nur als „krankhafte“
Abweichung von der Norm Platz, als exotische
Unterhaltung oder medizinische Sonderbarkeit.
Als „Abnormität“ abgetan
haben sie jedoch auch die Funktion, die
„Ausnahme von der Regel“ zu
sein und damit rückwirkend die Norm,
also die heterosexuelle Welt, zu bestätigen
und wieder in Ordnung zu bringen.
Obwohl
das soziale Geschlecht (gender) sowie
dessen Projektion auf den Körper
(sex) gesellschaftliche Konstrukte sind,
sehen wir unsere Aufgabe nicht nur darin,
diese als Grundlage des Patriarchats zu
analysieren. Vielmehr muss es auch darum
gehen, die strukturellen Gewalt- und Herrschaftsverhältnisse
anzugreifen und abzuschaffen. Auf der
Grundlage des Zwei-Geschlechtermodells
kann Arbeit in Produktions- und Reproduktionstätigkeit
aufgeteilt werden und können Männer
psychische und physische Gewalt gegen
Frauen ausüben.. Die soziale Macht
ist somit zugunsten des männlichen
Geschlechts verteilt. Diese hierarchische
Beziehung zwischen den Geschlechtern ist
jedoch nicht ausschließlich eine
aufgezwungene oder von den anderen an
eine/einen selbst
herangetragene, sondern wird auch von
jeder/jedem selbst immer wieder neu re-produziert
und durchaus als authentisch erlebt.
Es
geht uns vor allem darum, den politischen
Gehalt und die Funktion der Geschlechtsidentitäten
innerhalb gesellschaftlicher Strukturen
zu entlarven, zu destabilisieren, ihre
scheinbare „Natürlichkeit“
in Frage zu stellen und sie in Verschränkung
mit anderen Kategorien wie class und race
zu analysieren. Wir halten es für
notwendig, sexistische und homophobe Denk-
und Verhaltensweisen nicht zuletzt innerhalb
der Linken zu reflektieren, da diese sich,
antipatriarchaler Anspruch hin oder her,
auch in unserem alltäglichen Umfeld
wiederfinden.
Einen Teil zu ihrer Überwindung beizutragen
ist das Ziel der A.G.GENDER-KILLER. Wir
wollen Anregungen dafür geben, aber
auch bekommen (auch eure Vorschläge,
Aktionsideen, Materialien...)
In diesem Sinne
Eure A.G.GENDER-KILLER
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