A.G.Gender-Killer
 
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Bruder Franziska/Kleffner Heike (Hg.) - „Die Erinnerung darf nicht sterben“ Barbara Reimann – Eine Biografie aus acht Jahrzehnten Deutschland
„Vorbereitung zum Hochverrat, Abhören ausländischer Sender und Wehrkraftzersetzung“ – so lauteten die Anklagepunkte auf den Schutzhaftbefehl, mit dem die Hamburger Gestapo Barbara Dollwetzel im Juni 193 verhaftete. Ohne Prozess, mit dem Vermerk „ Rückkehr unerwünscht“ wurde die damals 23jährige Barbara gemeinsam mit ihrer Mutter nach fast einem Jahr Gestapohaft ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verschleppt.
Das Buch beschreibt acht Jahrzehnte des Lebens einer Frau aus einer „Typischen Hamburger Arbeiterfamilie“: Barbara Reimann, geb. Dollwetzel, erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Hamburg, die sozial und politisch eng mit der KPD verknüpft waren. Sie berichtet vom alltäglichen Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft, vom Überleben und Widerstehen unter den mörderischen Bedingungen des Konzentrationslagers.
Das Buch endet nicht mit der Befreiung 1945, sondern schildert das weitere Wirken der ehemaligen Häftlinge, den Traum von einer besseren Gesellschaft und die bis heute aktive Mitarbeit Barbara Reimanns in der Lagergemeinschaft Ravensbrück.

Kast Jochen/Siegler Bernd/Zinke Peter - Das Tagebuch der Partisanin Justyna
Die Krakauer ‚Vereinigte jüdische Kämpferorganisation' entwickelte eine in Polen einzigartige Taktik gegen die Vernichtungspolitik der Nazis: Sie wandte in der Hauptstadt des ‚Generalgouvernements' mit bemerkenswertem Erfolg ein Konzept der Stadtguerilla an.
Den ersten Teil bildet das 1943 in Gestapo-Haft aus Sicherheitsgründen in Form einer Erzählung in der dritten Person geschriebene ‚Tagebuch' der Partisanin Gusta Davidson-Draenger, alias Justyna, das die wichtigsten Ereignisse dieses Kampfes schildert.
Im zweiten Teil des Buches kommen vier ehemalige jüdische Widerstandskämpfer aus Krakau zu Wort. Kapitel über die jüdische Geschichte Krakaus, die Nazi-Besatzungspolitik und das Verhältnis von Polen und Juden im Krieg gegen die Deutschen runden das Thema ab.
Im dritten Teil werden Auszüge aus der Untergrundzeitschrift ‚Hechaluz Halochem' erstmals auf deutsch veröffentlicht.
Ein spannender und beeindruckender Überblick über ein fast vergessenes Kapitel jüdischen Widerstandes.

Samuel Vivette - Die Kinder retten
Lebhaft und anschaulich beschreibt Vivette Samuel ihren mutigen Einsatz beim französischen Kinderhilfswerk OSE zur Zeit der deutschen Besatzung. Gemeinsam mit anderen Mitarbeitern gelang es ihr, in selbstlosen, oft lebensgefährlichen Geheimaktionen 5000 jüdische Kinder vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Strobl Ingrid - „Sag nie du gehst den letzten Weg“ Frauen im bewaffneten Widerstand gegen Faschismus und deutsche Besatzung
In den Ghettos Osteuropas, in den besetzten Niederlanden, in Titos Partisanenarmee, von Lyon bis Bialystock kämpften auch Frauen mit der Waffe gegen die nationalsozialistischen Terror. Doch während ihre männlichen Kameraden nach dem Krieg als Helden gefeiert wurden, versanken sie im Dunkel der Geschichte.
Dieses Buch erzählt von ihrem Widerstand, der verschwiegen und vergessen wurde: ein wichtiger Beitrag zur Erforschung weiblicher Geschichte.

Strobl Ingrid - Das Feld des Vergessens. Jüdischer Widerstand und deutsche "Vergangenheitsbewältigung"
Für Chaika. Erinnerungen an Bialystok * Es ging nur um die Art zu sterben. Der Aufstand im Warschauer Ghetto * Vergessene Heldinnen. Jüdische Frauen im Widerstand * Rechter Blutrausch. Antisemitismus in Tirol * Brauner Werbespot. Der Film Beruf Neonazi * "Schöne Zeiten". Der Kommandant von Treblinka * Vernichtung ohne Vernichter. Ausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz * Wann begann das Grauen. Zum Film Befreier und Befreite * Die Wahl der Erinnerung * Das unbegriffene Erbe. Bemerkungen zum Antisemitismus in der Linken * "Der Tod war mein Lehrmeister". Die Lyrikerin Nelly Sachs

Strobl Ingrid - Die Angst kam erst danach. Jüdische Frauen im Widerstand 1939 – 1945
Von der Rettung jüdischer Kinder bis zur "Liquidierung" von Gestapospitzeln, von der Herstellung falscher Papiere bis zum Transport von Waffen und Informationen: überall, vom westlichen Frankreich bis zum östlichen Polen, engagierten sich jüdische Frauen aktiv im Widerstand gegen die nationalsozialistischen Besatzer und die Politik der "Endlösung". Anhand von Archivmaterial, Briefen, Tagebüchern und zahlreichen Interviews untersucht Ingrid Strobl erstmals die Beteiligung jüdischer Frauen am Widerstand im von den Deutschen besetzten Europa - ein bislang verborgenes Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der Shoa.


 
   
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