A.G.Gender-Killer
 
Dokumentation
 














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|||||||||||||||||||||| Belletristik  

Belli Gioconda - „Bewohnte Frau“
Erzählt wird die Geschichte Lavinias, einer emanzipierten jungen Frau, die in ihrem lateinamerikanischen Heimatland eine Karriere als Architektin plant. Durch einen Freund kommt sie in Kontakt zur Widerstandsbewegung gegen das diktatorische Regime. Unerwartet wird sie in eine Aktion verwickelt, die ihrem Leben eine dramatische Wendung gibt...

Brantenberg Gerd, Die Töchter Egalias (dt. Erstausg. Verlag Frauenoffensive, 1979)
Der junge Petronius träumt davon, in der Weibschaft eines Fischkutters zu arbeiten und männliche Seefrau zu werden, doch das geht im utopischen Egalia eindeutig zu weit. Schließlich wäre ein Taucheranzug, in dem er seinen PH unterbringen könnte, einfach zu unpraktisch. Und wenn er sich des Nachts ganz allein am Strand herumtreibt, geschieht es ihm ganz recht, wenn er von einer Horde übermütiger Frauen vergewaltigt wird. Trotzdem läßt sich Petronius nicht von der Idee abbringen, für die Emanzipation des Mannes zu kämpfen. Die niedlichen Jungs gründen sogar eine politische Partei. Schade, daß ihre Phantasie nur für geschmacklose Aktionen wie öffentliche PH-Verbrennungen reicht. Und dann schreibt er auch noch ein völlig irrsinniges Buch über eine fiktive Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben. Obwohl doch jeder weiß, daß so etwas einfach der natürlichen Ordnung der Geschlechter widerspricht.

Butler Octavia - Dämmerung: Erster Roman der Xenogenesis-Trilogie
Die Oankali sind Genhändler. Seit vielen Millionen Jahren reisen sie mit ihren riesigen gezüchteten Raumschiffen durch die Weiten der Galaxis, um interessante Lebensformen aufzuspüren. Sie bieten anderen Rassen Chromosomen an, etwa um sie von Krankheiten zu heilen, sie zu vervollkommnen und vielgestaltiger zu machen. Als Gegenleistung fordern sie Erbmaterial, um es selbst zu nutzen oder es zu ihren Züchtungen zu verwenden.
Sie finden die Reste der Menschheit auf ihrer vergifteten und verseuchten Erde und erkennen, daß hier eine Fehlentwicklung des Lebens stattgefunden hat, die in einem Wesen gipfelt, das in seinen Genen ebenso verseucht ist wie die Welt, die es zugrunde gerichtet hat. Seine Machtgier, seine Neigung zu Hierarchie und Unterdrückung, sein Haß auf alles Fremde und jede Veränderung machen die Menschen zu einem Gefahrenherd für die Entwicklung des Lebens im Kosmos, der beseitigt werden muß.
Das Urteil ist unerbittlich: die positiven menschlichen Erbanlagen werden in den galaktischen Genpool aufgenommen, als eigene Rasse darf sich der Mensch nicht länger fortpflanzen.

Eugenides Jeffrey - Middlesex
In the spring of 1974, Calliope Stephanides, a student at a girls' school in Grosse Pointe, finds herself drawn to a chain-smoking, strawberry-blond classmate with a gift for acting. The passion that furtively develops between them leads Callie to suspect that she is not like other girls. In fact, Callie has inherited a rare genetic mutation. The biological trace of a guilty secret, this gene has followed her grandparents from the crumbling Ottoman Empire to Detroit and has outlasted the glory days of the Motor City, the race riots of 1967, and the family's second migration, into the foreign country known as suburbia. Thanks to the gene, Callie is part girl, part boy. And even though the gene's epic travels have ended, her own odyssey has only begun. Sprawling across eight decades - and one unusually awkward adolescence - Jeffrey Eugenides' long-awaited second novel is a grand, utterly original fable of crossed bloodlines, the intricacies of gender, and the deep, untidy promptings of desire. It marks the fulfillment of a huge talent, named one of America's best young novelists by both Granta and the New Yorker.

Elsner Gisela – Die Riesenzwerge
"Die Käufer, die Käuferinnen liefen ladenein, ladenaus, warteten in Reihen darauf, dass sie bedient wurden. Die Verkäufer, die Verkäuferinnen eilten hin und her hinter den Ladentischen, wogen Waren ab, verpackten Waren, legten Waren zur Auswahl vor..." Gisela Elsner wirft in Ihrem Roman einen Blick auf die spießige Wirtschaftwundergesellschaft und offenbart das Lebensgefühl der frühen 60er Jahre. Sie erzählt voller melancholischer Empfindsamkeit von den Traumata des Hoffens und Leidens, von Alp- und Wunschträumen....

Feinberg Leslie - „Träume in den erwachenden Morgen“ (Engl.: Stone butch blues)
Buffalo, N.Y., in den frühen sechziger Jahren. Hier verbringt Jess Goldberg ihre Jugend. Mit fünfzehn hält sie es daheim nicht mehr aus. Sie haut ab. Sie sucht sich einen Job. Die Bar Abba´s bietet Jess eine Heimat –eine bunte Gemeinschaft von Butches und Femmes, von Huren und Drag-Queens, von Schwarzen und Weißen. Eine Gemeinschaft, dienicht ungefährlich lebt –in den brutalen Razzien der Polizei erreicht der gesellschaftliche Hass auf alle, die anders sind, seinen Höhepunkt...

Fischer Erika - „Aimeé & Jaguar“ Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943
Lilly Wust, Hausfrau und Mutter, und die aparte Felice Schragenheim lernen einander 1942 in Berlin kennen und verlieben sich. Für beide ist es die große Liebe. Doch ihr Glück währt nur etwas mehr als ein Jahr. Felice ist Jüdin; sie wird 1944 von der Gestapo verhaftet und nach Theresienstadt deportiert.

French Marilyn - Frauen
Der weltweit Aufsehen erregende Roman von Marilyn French, Dozentin für englische Literatur u.a. an der Harvard University, erzählt die kollektive Biographie von 16 miteinander verknüpften Frauenschicksalen. Noch unterwürfig in den 50er Jahren, aufgebracht und wütend in den 60ern, befreien sich die Frauen in den 70er Jahren aus den Fesseln der Konvention. Aus verschiedensten Gründen ihrer Rolle als Hausfrauen und Mütter entledigt, sind sie nun auf der Suche nach ihrem eigenen Leben, das nicht wie bisher Sinn und Erfüllung nur in einer Funktion für andere findet.

Garden Nancy – Annie on my mind
The story of two young women who love each other. It is an honest portrayal of their love with an ending that is in keeping with, and worthy of, the rest of the book.

Grether Kerstin - Zuckerbabys
Sonja ist eine junge Comiczeichnerin aus Hamburg, die davon träumt, Sängerin zu werden. Als sie die lässigste Mädchenband der Stadt und den Rockgott Johnny kennen (und lieben) lernt, scheint alles in ihrem Leben zu leuchten. Wenn da nicht diese ständige Unsicherheit an ihr nagen würde: Bin ich cool genug, kreativ genug, schön genug, und vor allem, dünn genug? Die simple Frage nach ihrer Kleidergröße in einer angesagten Boutique erscheint ihr wie eine Entscheidung zwischen Leben und Tod, und als Johnny sie für ein Model, wie sie glaubt, verlässt, ist es vorbei mit dem abenteuerlustigen Lebenshunger. Von da an kennt ihr Leben nur noch ein verbissenes, wahnsinniges Ziel: abnehmen.

Hall Radclyffe – The well of loneliness
Hall (1880-1943) was legendary in her own time--or infamous, some might say--for her fifth novel, The Well of Loneliness (1928). The book was banned for obscenity because its main character is a lesbian, and it subsequently became a notorious best-seller, thrusting Hall into a literary rogues' gallery of fame. Cline uses previously unexplored material to create a biography of the now largely forgotten author that portrays the dense interrelationship of her writings, her childhood, and her friends and loves. Hall called herself by three names: Marguerite, the name with which she had been christened and which she hated, given as it was by the mother she despised; John, her chosen name, which she used among her associates; and Radclyffe, her pen name. The three often enigmatic selves these names indicated formed her public and private personae. The roots giving rise to her international lesbian best-seller are traceable to her early adolescent loves as well as her affairs with married sculptor

Jellinek Elfriede – Die Klavierspielerin
Der Klavierlehrerin Erika Kohut, von ihrer Mutter zur Pianistin gedrillt, ist es nicht möglich, aus ihrer Isolation heraus eine sexuelle Identität zu finden. Unfähig, sich auf das Leben einzulassen, wird sie zu Voyeurin. Als einer ihrer Schüler mit ihr ein Liebesverhältnis anstrebt, erfährt sie, daß sie nur noch im Leiden und in der Bestrafung Lust empfindet.

Kirchner Barbara – Die verbesserte Frau
Bettina, gescheiterte Studentin, verknallt sich über Umwege in die mysteriöse Wissenschaftlerin Ursula. Das ist der einfache Teil an Barbara Kirchners Thriller "Die verbesserte Frau". Verworren dagegen ist die Krimihandlung: Ein Frauenjäger streift durch die Universitätsstadt, ein Callgirl stirbt, und Bettina findet unter dem Bettzeug ihres Mitbewohners deftige SM-Lektüre. Verwirrt? Gut so, denn die Autorin beschert uns mit ihrem Erstlingswerk einen ausgewachsenen Sci-Fi-Krimi um Neurobiologie (Kirchner ist promoviert in theoretischer Chemie!) und manipulative Experimente.

Le Guin Ursula – Winterplanet
Eine Zivilisation in ferner Zukunft auf einem Planeten namens Winter; eine humanoide Rassse, die Karhiden, die durch ihre besondere Geschlechtlichkeit in einer merkwürdigen Welt zwischenmenschlicher Beziehungen leben. Sie treten in monatlichen Abständen in eine sexuell erregbare Phase, die "Kemmer", doch wissen sie vorher nie, ob sie sich in die Rolle eines männlichen oder eines weiblichen Geschlechtspartners entwickeln werden. Dass unter diesen Umständen eine Familie in unserem Sinne völlig undenkbar ist und sich ganz andere psychologische und soziale Bindungen ergeben, die auf alle Bereiche menschlichen Zusammenlebens ausstrahlen, ist natürlich einzusehen.

Lorde Audre - Zami: A New Spelling of My Name
The biomythography, Zami: A New Spelling of My Name, traces Audre Lorde's life from her childhood in Harlem through her discovery and acceptance of her self as a Black, lesbian woman in the late 1950's. Masterfully crafted by the profound and artistic Lorde, Zami reads like musical poetry. Through her life experiences, Lorde carefully forges a path to locate her position in the world. Ultimately, naming and accepting difference are the tools necessary for Lorde's ability to stay alive and stay human.

Mae Brown Rita - Rubinroter Dschungel
Mit “Rubinroter Dschungel“ wurde Rita Mae Brown zur Kultfigur. 1973 erschien ihr Buch bei Daughters Inc., einem kleinen, radikalfeministischen Verlag, wurde allein durch Mundpropa-ganda in kürzester Zeit siebzigtausendmal verkauft und in viele Sprachen übersetzt. Die Hauptfigur Molly Bolt wächst in großer Armut bei Adoptiveltern im ländlichen Pennsylvania auf. Ihr größter Wunsch ist es, sich nicht unterkriegen zu lassen und nicht so zu werden, wie alle anderen. Sie verliebt sich in ihre beste Freundin, fliegt wegen “Unsittlichkeiten“ vom College und geht nach New York, um sich ein Stück vom “Big Apple“ abzuschneiden und Filme zu machen.

Meinecke Thomas - Tomboy
Ein Mädchen, das sich – entgegen gängigen Rollenklischees – wie ein Junge benimmt, wird im Amerikanischen »Tomboy« genannt. Aber ist ein Tom nicht auch immer schon ein Boy und der Begriff damit verräterisch tautologisch? Warum wird dieser doppelt männliche Ausdruck ausschließlich für Mädchen verwendet? Und warum kann ein Mann nicht lesbisch sein? Thomas Meineckes Roman ist ein bizarres Kabinett der gender troubles. Da ist die »zwangsheterosexuelle« Vivian Atkinson, damit beschäftigt, in ihrer Magisterarbeit die Philosophie der amerikanischen Feministin Judith Butler und die Irrtümer Otto Weiningers über Geschlecht und Charakter in Verbindung zu bringen. Da sind der feministische Gelegenheitsarzthelfer Hans Mühlenkamm, die bisexuelle Tennisspielerin Korinna Kohn und die lesbische Doktorandin Frauke Stöver, die mit Vivian Bücher und Platten tauschen. Und da ist Fraukes »phallische Verlobte« Angela, ehemals Angelo, die das katholische Frauenmagazin abonniert hat, weil sie »ganz einfach Frau« sein will.

Meinecke Thomas – Hellblau
Tillmann verbringt den Sommer in North Carolina. Ein Hurrikan zieht auf. Ein Leuchtturm wird verschoben. Auf dem Meeresboden ruhende Kriegsschiffe bilden die Kulisse für Tauchgänge. Ein hellblauer Badeanzug, ein westafrikanisches Gewand, in Form gebrachte Augenbrauen. Reagan besucht Bitburg. Jüdische Jungen, die den Blues singen, der Antisemitismus der Black-Power-Bewegung und die »Frauen fremder Völker«. Abschiebungen von Asylbewerbern, Streit um die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern, schwarze Aliens. Chicago, Detroit, Mannheim, Berlin, Krakau. Das ist der Kosmos des neuen Meinecke. Nachdem der Autor in The Church of John F. Kennedy Konzepte nationaler Identität in Frage gestellt und seine Figuren im Roman Tomboy in »gender trouble« gebracht hat, kreiselt Hellblau um die Konstruktion ethnischer Identität. Was ist ein Europäer, Afrikaner, Amerikaner, der jüdische Mann?

Merian Svende - Der Tod des Märchenprinzen
"Wenn der Roman einer unbekannten Autorin zum Bestseller der Alternativszene reüssiert, dann muss es mit dem Buch ja irgend etwas Besonderes auf sich haben. Die Berliner Szene-Zeitung ‚Zitty' berichtet denn auch von einem großen Aufruhr, den das Buch bei den Alternativen ausgelöst un sie ‚in zwei Lager' gespalten habe: in empörte und begeisterte Feministinnen, in betroffene Männer und cool abwinkende Chauvis... Autorin ist eine fünfundzwanzigjährige Hamburger Studentin, Svende Merian. Ihr Roman, ein autobiographischer Erlebnisbericht, handelt von Liebe, von enttäuschter Liebe, von Sehnsucht nach erfüllter Liebe, von der enttäuschten Sehnsucht nach erfüllter Liebe, der Roman handelt, kurz gesagt, von der Suche nach dem richtigen Mann. Svende Merian nennt das anders, sie sucht nicht nach dem richtigen, sondern nach dem ‚unmännlichen Mann'... Darin muss man wohl auch die Ursache für den Erfolg dieses Buches, für seine Anziehungskraft auf Alternative sehen, dass Svende nach Dienstschluß auch mal Feierabend von der Emanzipation macht und in den Armen ihres Frauenfeindes für eine Nacht die Anstandsregeln der Frauen- oder KB-Gruppe an ihren ‚Bock' verrät" ("Der Spiegel").

Miller Isabell - Patience and Sarah
In the early nineteenth century, in a puritanical New England town, two women fall in love. With no one to guide or support them, Patience and Sarah try to follow their hearts. Defying society and history, they buy a farm and discover they can live together, away from the world that had sought to limit them and their love . . .

Piercy Marge - „Frau am Abgrund der Zeit“
Connie Ramos lebt in den Slums von New York. Als sie versucht, ihre Nichte vor einem Zuhälter zu schützen, wird sie bewußtlos geprügelt und erwacht im Irrenhaus. Doch da ist Jemand, den Anstaltsmauern nicht fernhalten können: ein geheimnisvolles Wesen namens Luciente –ein Mensch aus der Zukunft? Connie Ramos´ Gratwanderung zwischen gewaltsam verabreichten Psychopharmaka und einer gesunden, menschlichen Zukunft birgt phantastische Entwürfe zu heutigen Problemen und globalen Krisen.

Piercy Marge - „Er, sie und es“
Unter dem Kunsthimmel einer Konzernstadt des 21. Jahrhunderts kämpft eine Technikerin um das Sorgerecht für ihr Kind. Tausend Kilometer entfernt, in der freien Metropole Tivka, erzählt ihre Großmutter einem Cyborg Gutenachtgeschichten. Die Legende, die sie für ihn im Cyberspace deponiert, führt zurück ins 16. Jahrhundert. Denn wie einst Rabbi Loew einen Golem schuf, um das Prager Ghetto vor Pogromen zu schützen, so braucht auch die Stadt Tivka ein Bollwerk gegen die mächtigen Multikonzerne, die sich die letzten freien Metropolen gern unter den Nagel reißen würden...

Scott Melissa – Shadow Man
In der Welt von Shadow Man gibt es in der ganzen Galaxie fünf menschliche Geschlechter. Die Menschheit hat sich an diese neue Kultur angepasst. Mit Ausnahme des Planeten Hara: hier muss sich jeder für Mann oder Frau entscheiden, und zwar endgültig. Hunderte von Jahren war Hara ohne Kontakt zu Concord, der Organisation der Welten der Menschen - bis jetzt. Geschäfte zwischen Haranern und Außenseitern mit unterschiedlichen kulturellen Blickwinkeln bringen die traditionelle haranische Gesellschaft grundlegend aus dem Gleichgewicht.
Warreven ist ein erfolgreicher haranischer Rechtsanwalt, ein Mann, der den Sohn des Herrschers des Planeten hätte heiraten können, wenn er sich dafür entschieden hätte, eine Frau zu sein. Aber Warreven ist weder Mann noch Frau und sein tägliches Leben ist ein ständiger Konflikt mit seiner Gesellschaft. Die soziale und politische Situation zwingt Warreven in das Rampenlicht.

Stefan Verena - Haeutungen
Häutungen“ machte 1975 als erster deutschsprachiger literarischer Text der Neuen Frauenbewegung Furore. Als Verena Stefan 1974 begann, ihr Buch zu schreiben, gab es in Deutschland weder Frauenbuchläden noch feministische Verlage. Für sie war damals die Tatsache, ein Buch zu schreiben ,“die geeignetste form, für die sache der frauen zu handeln.“ Bereits im Mai 1977, zwei Jahre nach Erscheinen des Buches, betrug die Auflage 125 000 Exemplare – und das, obwohl die Werbung nur über Mundpropaganda lief. Die Auflagenhöhe von “Häutungen“ hat es möglich gemacht, den Verlag Frauenoffensive aufzubauen. Es wurde das meistgelesene Buch der neueren Frauenliteratur.

Streeuwitz Marlene – Jessica, 30
Eigentlich ist alles bestens. Jessica sieht gut aus, ist jung und intelligent, ein Muster der Generation Golf Zwei. Eigentlich sollte sie nur mit vielen one night stands experimentieren, die sie dann am nächsten Tag mit ihren Freundinnen bespricht. Doch dann erfährt sie die Politik am eigenen Leib und aus "Sex and the City" wird ein C-movie und der Neoliberalismus erotisiert auf Dauer auch nicht. Aber Jessica hat Gegenstrategien: Sie beschließt, ihren Körper zu privatisieren, und lässt die Täter nicht stillschweigend davonkommen. Jessica Somner - 30 Jahre alt, Kulturwissenschaftlerin, Single - ist die hinreißende Heldin dieser Geschichte, die man sich zur Freundin wünscht.

Waters Sarah – Tipping the velvet
When Nancy Astley falls for Kitty Butler, a cross-dressing cabaret singer, she has no idea just how far she'll go from her roots shucking oysters in a seaside resort in Kent. Waters's rowdy debut novel strikes out for a woman finding her independence in turn-of-the-century England, while painting a colorful portrait of the time

Waters Sarah – Fingersmith
Waters' third novel, set in Victorian England, opens when Sue Trinder, an orphan raised by a band of thieves, is recruited by Richard Rivers, a con man known as Gentleman, to help him in his quest to marry Maud Lilly, an heiress living in isolation in the country with her eccentric uncle. Maud stands to inherit a small fortune when she marries, and Gentleman intends to marry her, steal her inheritance, and imprison her in a madhouse. Sue agrees to pose as a maid to Maud and to gain her confidence. But Sue finds Maud sweet and trusting, and, to her surprise, she begins to fall in love with Maud and have serious misgivings about Gentleman's plan. But Sue only knows a small part of the scheme, and it will affect both her and Maud in ways she does not realize. The intricate plotting and startling revelations will keep the reader enthralled, rapidly turning the pages to get to the exciting conclusion. Waters' gripping, engrossing thriller would make the Victorian master of suspense, Wilkie Collins, proud.

Winterson Jeanette – Oranges are not the only fruit
Raised by an oppressively evangelical mother, Jeanette grows up a good little Christian soldier, even going so far as to stitch samplers whose apocalyptic themes terrify her classmates. As she dryly notes, without self-pity or smugness, "This tendency towards the exotic has brought me many problems, just as it did for William Blake." Jeanette would have remained in the fold but for her unconventional desires; though she can reconcile her love of women with her love of God, the church cannot. It could have been a grim tale, but this first novelwinner of England's Whitbread Prizeis in fact a wry and tender telling of a young girl's triumphantly coming into her own. Highly recommended. Barbara Hoffert, "Library Journal"

Winterson Jeanette – Written on the body
The most beguilingly seductive novel to date from the author of The Passion and Sexing the Cherry. Winterson chronicles the consuming affair between the narrator, who is given neither name nor gender, and the beloved, a complex and confused married woman. "At once a love story and a philosophical meditation."

Wolf Virginia – Mrs. Dalloway
An einem Junitag des Jahres 1923 bereitet Clarissa Dalloway, eine der glänzendsten Londoner Gastgeberinnen, eine große Abendgesellschaft vor. Während sie alle konventionellen Erwartungen erfüllt, stellen sich bei ihr Erinnerungen und Assoziationen ein, die ihr nach und nach bewußt machen, wie sehr ihre äußere Existenz sich von ihrer inneren unterscheidet.

Woolf Virginia – Orlando
Dieses Buch ist eine Huldigung Virginia Woolfs an die Schriftstellerin Victoria Sackville-West, zärtlich Vita genannt. In dem jungen, wandelbar-unwandelbaren Orlando, dessen abenteuerliches Leben 400 Jahre umspannt, sieht Virginia Woolf ihre Freundin als Verkörperung ihrer Vorfahren, der Grafen und Herzöge Sackville. Bald ist Orlando ein schöner Jüngling, Günstling Elisabeths I., bald eine Frau, die in Konstantinopel bei einem Zigeunerstamm lebt, dann wieder im England des 17. und 18. Jahrhunderts eine Dame der großen Gesellschaft, die, als Mann verkleidet, verbotene Abenteuer sucht. In der Gegenwart angekommen, ist Orlando eine Dichterin, die, wie Vita Sackville West 1928, einen Literaturpreis erhält. Diese einzigartige, virtuose Romanbiografie gehört zu den unvergänglichen Werken der Weltliteratur

 
   
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