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Duden Barbara - Geschichte unter
der Haut: ein Eisenacher Arzt und seine
Patientinnen um 1730
Um Körpervorstellungen und ihre Geschichtlichkeit
begreifen zu können, muß man
sich zunächst von den eigenen kulturellen
Vorurteile, der Selbstverständlichkeit
über den Körper bewusst werden.
Barbara Duden zeigt anhand den Praxisaufzeichnungen
eines Eisenacher Arztes die Körpervorstellungen
einer bestimmten Epoche.
Corbin
Alain – Pesthauch und Blütenduft
Um 1750, bevor die sogenannte pneumatische
Chemie zu ihren entscheidenden Erkenntnissen
gelangt, hält man die Luft noch für
ein elementares Fluidum und nicht für
ein Gemisch oder das Resultat einer chemischen
Verbindung. Seit der Veröffentlichung
der Arbeiten von Hales sind die Gelehrten
jedoch überzeugt, daß die Luft
unmittelbar in die Textur der lebenden
Organismen eindringt. Sämtliche flüssigen
und festen Gemenge, aus denen der Körper
besteht, lassen bei ihrer Zerlegung Luft
entweichen - eine Entdeckung, die das
vermutete Aktionsfeld dieser elementaren
Substanz erheblich erweitert. Von nun
an glaubt man, daß die Luft in vielfältiger
Weise auf den lebenden Körper einwirkt:
durch einfachen Kontakt mit der Haut oder
der Lungenmembran, durch den Austausch
der Poren, durch direkte oder indirekte
Einführung, da auch die Nahrungsmittel
einen Anteil Luft enthalten, der in den
Speisesaft und dann ins Blut gelangen
kann.
Halperin
David M. - How to Do the History of Homosexuality
This collection of revised, previously
published essays is not a "how to"
but a demonstration of practice. Halperin's
One Hundred Years of Homosexuality was
a landmark for its nuanced interpretation
of ancient Greek homosexuality that went
beyond social constructionist/essentialist
dichotomies. Here he takes his theoretical
explanations further by arguing, among
other things, that there are "genealogies"
of homosexuality that show continuities
over time and space. These, he claims,
are what need to be studied and explained,
and he cites examples that cover a wide
berth in European history and culture.
The sections on this topic are the most
accessible to a general readership. The
last chapter and the appendix are both
part of a larger debate on the viability
of distinctions between types of homosexuality
and whether there is any point to such
a debate. The primary audience for this
book will be academics, who will be amply
rewarded by its insights. Recommended
for academic libraries.
Katz
Jonathan Ned - The Invention of Heterosexuality
This book focuses on the history and implications
of the word heterosexual, and its changing
definitions, as they originated in Germany
and migrated to the U. S. through translations
of Krafft-Ebing and Freud. It traces the
heterosexual term and idea as they entered
twentieth century American popular culture,
where they helped to support a historically
specific system of domination that upheld
heterosexuals and subordinated homosexuals.
The book raises questions about the ontological
status of heterosexuality and homosexuality:
what kinds of things are they assumed
to be? And it considers the political
and social impact of those assumptions,
and the value of questioning them.
Laqueur
Thomas - Auf den Leib geschrieben. Die
Inszenierung der Geschlechter von der
Antike bis Freud.
Der Autor erzählt die Geschichte
der Geschlechterdifferenz, eine Frauen-,
eine Wissenschafts- eine »Kulturgeschichte
der Geschlechtsorgane«. Aber er
erzählt sie nicht nur im großen
Bogen, sondern in vielen Details, anekdotenreich
und quellengesättigt, voller Anspielungen
und Querbezüge. Das Buch vermittelt
alle denen »eine heilsame Lektion,
die moralische Maximen schnell und entschieden
aus anatomischen oder physiologischen
Gegebenheiten ableiten.« (New York
Times Bool Review)
Sarasin
Philip - Reizbare Maschinen
Der Hygienediskurs des 19. Jahrhunderts
versprach »Gesundheit und ein langes
Leben« - und konstruierte so den
modernen Körper. Er entwickelte aus
der antiken Grammatik physischer Differenz
eine moderne Sprache der »Individualität«.
Er lehrte die Zeichen von Lust und Schmerz
zu lesen, den Körper zu regulieren
und ihn zu genießen. Sein heimliches,
paradoxes Zentrum war der Reiz: Er ermöglichte
»ächte Thätigkeit und
ächten Genuss« und bedrohte
im Exzeß Leib und Leben. Auf ihn
konzentrierte sich die hygienische »Sorge
um sich«: Wer den Reiz kontrolliert,
beherrscht seinen Körper - und damit
sich selbst.
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