A.G.Gender-Killer
 
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|||||||||||||||||||||| Queer und Transgender  

Butler Judith – Das Unbehagen der Geschlechter

Gerade weil weiblich nicht länger als feststehender begriff erscheint, ist seine bedeutung ebenso verworren und unfixiert wie die bedeutung von frau. und weil beide termini ihre verstörte bedeutung jeweils nur als termini einer relation erhalten, legt diese untersuchung ihren schwerpunkt auf die geschlechtsidentität und die relationale analyse, die sie erfordert.
welche neue form von politik zeichnet sich ab, wenn der diskurs über die feministische politik nicht länger von der identität als gemeinsamer grund eingeschränkt ist?

Butler Judith – Körper von Gewicht
In ihrem ersten, vieldiskutierten Buch 'Das Unbehagen der Geschlechter', mit dem sie zum Star der feministischen Debatten avancierte, hatte Judith Butler die These aufgestellt, daß die Geschlechtsidentität nichts natürlich Gegebenes sei, sondern sozial, kulturell und sprachlich unablässig konstituiert werde.
In 'Körper von Gewicht' geht sie noch einen Schritt weiter: Sie entlarvt die liebgewordene Unterscheidung zwischen biologischem und sozialem Geschlecht ihrerseits als kulturell konstruierte Ideologie. Damit geraten scheinbar feststehende Kategorien wie Natur, Kultur und Körper ebenso ins Wanken wie zuvor schon die klaren Zuordnungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Butler fragt in ihrem 'spannenden kämpferischen Werk' (Tages-Anzeiger) nach den subtilen Machtmechanismen, die hinter solchen Kategorien stehen.

Bornstein, Kate. 1994. Gender Outlaw: On Men, Women, and the Rest of Us. New York: Vintage.
An enormously rich text which is easy for undergraduate students to read. Some of the best undergraduate papers I have ever read have been written in response to thought experiment questions I drew, and reformulated to add structural connections to other course material, from this book.

Engel Antke – Wider die Eindeutigkeit
Die Autorin legt eine feministische Analyse im Anschluss an die Queer Theory vor. Die binäre, heterosexuelle Geschlechterordnung ist im Sinne einer Heteronormativität in Sprache und Repräsentation ebenso wirksam wie in Recht, Ökonomie und Kultur. Antke Engel entwickelt Strategien einer queer-feministischen Politik der Repräsentation im Sinne einer Identitätspolitik, die zur »Veruneindeutigung« von Geschlecht und Sexualität führt.

Fausto-Sterling Anne - The five sexes (1993)
Sind zwei Geschlechter genug? Fausto-Sterling plädiert in diesem Aufsatz dafür zwischen 5 Geschlechtern zu unterscheiden.

Garfinkel, Harold. 1967. Passing and the Managed Achievement of Sex Status in an ‘Intersexed’ Person, Part One. In Studies in Ethnomethodology.
In this groundbreaking ethnomethodological essay, Garfinkel uses his case study of a male-to-female transsexual presenting for help obtaining genital sex reassignment surgery at UCLA in 1958 to examine the normative beliefs about gender held by non-transgendered individuals in the United States. John Heritage’s exposition of Garfinkel (see below) is illuminating for readers not familiar with ethnomethodology.

GLQ Journal of Lesbian and Gay Studies 42 (1998) "The Transgender Issue."
Edited by Susan Stryker, this is the first issue of a scholarly journal devoted entirely to transgender studies. Stryker’s introduction (pp. 145-158), while difficult reading for my undergraduate students, provides a useful, though controversial, overview of the field. (Other individual articles are listed below.)

Hale, Jacob. 1996. Are Lesbians Women? Hypatia 112 (Spring) 94-121.
Although not explicitly focused on a transgender topic, this article uses transgendered perspectives and experiences to analyze the dominant definition of the category woman in the contemporary United States.

Hale, C. Jacob. 1997. Leatherdyke Boys and Their Daddies: How to Have Sex without Women or Men. Social Text 52/53 153/4 (Fall/Winter) 223-236.
An auto-ethnographic analysis of leatherdyke genderplay as a system for the production of gendered meaning, illuminating a subcultural sex/gender/sexuality system different from the dominant system in the contemporary United States and facilitating ftm identity formation.

Haraway Donna - Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen.
Die Grenzen zwischen Natur, Kultur und Technik, zwischen Tier, Mensch und Maschine sind brüchig geworden. Donna Haraway zeigt, daß wir dies nicht als Verlust empfinden müssen, sondern als neue Möglichkeit feministischer Imagination und Politik.

Hark Sabine - „deviante Subjekte –Die paradoxe Politik der Identität
Prozesse der Herstellung von Identität sichtbar machen und nach den politischen Implikationen ihres Einsatzes fragen. Matrial ist der Diskurs des lesbischen Feminismus.

Hark Sabine (Hg.) - Grenzen lesbischer Identitäten
Das feministische Denken in den Kategorien "lesbisch - nicht lesbisch" taugt nicht mehr. Die Frage ist nicht, ob wir für oder gegen Identitäten sind, sondern wie wir mit Identitäten umgehen. Mit "Grenzen lesbischer Identitäten" eröffnen wir das Forum querdenken - Perspektiven lesbischer und schwuler Kultur, Politik und Theorie. Einsatzpunkt ist die komplexe Situation lesbischer und schwuler Emanzipation im Kontext einer konservativen Hegemonie, die mit den Registern der Normalisierung die Grenze zwischen "drinnen" und "draußen" verschärft und zugleich undurchsichtig gemacht hat, im Kontext aber auch der ambivalenten Effekte der feministischen, lesbischen und schwulen Bewegungen, die diese Grenze vehement attackiert und zugleich reinstalliert haben.

Hirschauer Stefan - „Die soziale Konstruktion der Transsexualität“
An der Transsexualität werden die Axiome unserer kulturellen Annahmen über Geschlechtszugehörigkeit bewiesen und bestritten: dass der Körper die Geschlechtszugehörigkeit begründet und dass sie lebenslanger Konstanz ist. In diesem Vexierbild spiegeln sich die Widersprüche und Verunsicherungen, die unsere Kultur mit der Transsexualität externalisiert. Sie gehören zu dem Stoff, aus dem sie fabriziert ist.
Die soziale Konstruktion der Transsexualität bietet in einer Zeit der emanzipatorischen Auflösung der Bedeutung der Geschlechtskategorien den Zeitgenossen die Distinktionschance, sich trotz allen Aufbruchs noch als problemlose Bewohner der alten Geschlechtskategorien zu wähnen und von ihnen aus die soziale Welt zu betrachten.

Jagoose Annemarie - „Queer Theory – Eine Einführung“
Der vorliegende Band trägt dem Bedürfnis nach einer knappen und leicht verständlichen Einführung in Queer Theory Rechnung und gilt in Australien, Neuseeland und den USA seit seinem Erscheinen als Standardwerk. Die deutsche Ausgabe wird ergänzt um die jüngsten Entwicklungen auf diesem Gebiet und geht ausführlich auf die Rezeption und Diskussion von Queer Theorie in Deutschland ein.“

Kessler, Suzanne J. 1998. Learning from the Intersexed. New Brunswick, N.J.: Rutgers University Press.
Ethnomethodologist Kessler examines contemporary social institutions surgical and hormonal normalization of intersexed bodies. Beyond the medical sphere, she evaluates intersexed and transgendered political activism aimed at ended practices of nonconsensual bodily normalization by physicians and gaining wider cultural acceptance of intersexed identities.

Krass Andreas (Hg.) – Queer denken
Queer denken heißt, die Vorherrschaft heterosexueller Denkmuster in unserer Kultur zu hinterfargen. In den USA sind Queer Studies längst eine etablierte Forschungsrichtung, von der wichtige gesellschaftspolitische und kulturelle Impulse ausgehen. In diesem Sammelband werden erstmals Basistexte der Queer Theory auf deutsch zugänglich gemacht

Lauretis Theresa de – Die andere Szene
Teresa de Lauretis nimmt in "Die andere Szene" eine Neudeutung der lesbischen Sexualität vor. Auf der Grundlage von literarischen und filmischen Texten skizziert sie ein Modell des nicht-normativ heterosexuellen Begehrens, das auf Freuds Sexualtheorien aufbaut. Im Mittelpunkt dieses streitbaren und anregenden Buches steht die Untersuchung der Fallgeschichten und der Theoriebeiträge verschiedenster AnalytikerInnen, so daß das Buch auch als eine Bestandsaufnahme der Debatte um lesbische Sexualität gelten kann.

Newton, Esther. 1979. Mother Camp: Female Impersonators in America. Chicago: University of Chicago Press.
Based on two years of field work among drag queens in Chicago and Kansas City, Newton’s classic text remains a standard of rigorous scholarship in its study of the material contexts of drag and camp.

Polymorph (Hg.) – (K)ein Geschlecht oder viele?
Woher kommen die kleinen Jungen und Mädchen?" Eine Antwort fällt heute schwerer denn je. Denn längst stellen viele die sture Einteilung der Menschheit in zwei Geschlechter in Frage und lassen sich nicht mehr zu "Abweichungen" abstempeln oder ihre "Störungen" behandeln. Aber stimmen wir deshalb alle in den Slogan "wir kommen nackt zur Welt, der Rest ist drag!" vorbehaltlos ein?
Das besondere Anliegen dieses Buches besteht darin, nicht nur abstrakte Theorien zu diskutieren, sondern die konkreten Lebenskonzepte, Strategien und Visionen zu zeigen, die unter dem Begriff Transgender zusammengefasst werden.

Preciado Beatgriz – Kontralsexuelles Manifest
Der Dildo stiftet Unbehagen/Lust. Und tatsächlich ist der Dildo das Stück, das fehlt, um das paranoide Rätsel zu lösen, das der lesbische Sex im sexuellen heterozentristischen Modell darstellt; als ermögliche er die Antwort auf jene drängende Frage: Wie ficken Lesben ohne Penis?
Ob er dem Sex hinzugefügt wird oder an seine Stelle tritt, der Dildo als Supplement ist außerhalb und bleibt außerhalb des organischen Körpers. Der Dildo ist ein Alien. Er ist gleichermaßen undparadoxerweise eine exakte Kopie und das, was dem Organ am fremdesten ist. Der Dildo richtet den Penis gegen sich selbst. Er wird als natürlich gedacht, als Präsenz und ist in dieser Hinsicht selbstgenügsam. In der heterosexuellen Mythologie genügt ein Penis. Hat man zwei davon, fällt man bereits unter die Monstrosität eines lebendigen Doubles: was ist der Dildo und was der Penis? Hat man keinen Penis, fällt man gleich unter einen anderen Typ Monstrosität, unter die natürliche Monstrosität der Feminität.

Schröter Susanne - FeMale
»In einem mehr als beeindruckenden Kompendium trägt die Ethnologin Schröter den aktuellen Forschungsstand aus Geschichtswissenschaft, Ethnologie, akademischem Feminismus und sexualpolitischer Identitätspolitik zusammen, um detailliert die Kämpfe um sexuelle Identität und deren Dekonstruktion nachzeichnen zu können.«

Stone, Sandy. 1992. The Empire Strikes Back: A Posttranssexual Manifesto. Camera Obscura 29 (May) 151-176.
This essay, first published in 1991 and revised for 1992 publication, marks the foundation of transgender studies; it is the first scholarly writing in which an openly transgendered author breaks complicity with the ideologies that have regulated and produced transgendered, especially transsexual, embodiment and subjectivity. Stone’s rich essay sets many of the problematics for transgender studies to this day.

Spannbauer Christa - „Das verqueere Begehren“ Sind zwei Geschlechter genug?
Die neue Geschlechterforschung stellt alles in Frage was wir bisher über Männer und Frauen zu wissen glaubten. Nicht der Unterschied der Geschlechter, sondern vielmehr wie dieser erzeugt wird, steht im Mittelpunkt. Erstaunliche Erkenntnisse über die Vielfalt der Geschlechter und wie sie gemacht werden liefern die ethnologischen und historischen Studien. Kritische Männerforschung untersucht die Mechanismen und Strategien, deren sich Männer zur Sicherung der Macht bedienen und zeigt auf, welche massiven Ängste der männerdominierten Kultur zugrunde liegen. Mit der Auflösung der Geschlechter durch andere Lebensentwürfe und – formen erschüttert die Queer Theory als eine der innovativsten und gesellschaftskritischsten Denkströmungen der Gegenwart unser kulturelles Selbstverständnis.


 
   
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