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Frauen gegen Bevölkerungspolitik
(Hrsg.) - Lebensbilder – Lebenslügen“
Leben und Sterben im Zeitalter der Biomedizin
Durch Erkenntnisse der biologischen und
medizinischen Forschung werden grundlegende
Bereiche des „Lebens“, wie
Schwangerschaft, Krankheit und Tod immer
stärker umgedeutet und in die Welt
von Molekülen und chemischen Reaktionen
verlegt:
Erleichtert wird die Verinnerlichung dieser
wissenschaftlichen Konzepte durch technogene
Bilder: Das Immunsystem als Netzwerkschema,
der Fötus auf dem Bildschirm des
Ultraschallgerätes oder die Erde
aus der Satellitenperspektive.
Derartige „Lebensbilder“ verändern
unsere Alltagswahrnehmung und führen
zu Umwertungen dessen, was Krankheit und
was Gesundheit ist, wann Leben beginnt
und der Tod Leben beendet.
Mit Beiträgen von Florianne Koechlin,
Erika feyerabend, Johannes Hoff, Beate
Zimmermann, Barbera Duden, Marianne Gronemeyer
und Wolfgang Sachs.“
„geld.beat.synthetik
copyshop“
Ein Sampler von Büro Bert, minimal
club, Susanne Schulz
Feministische Wissenschaftskritik, Art
& Technology, Bevölkerungspolitik,
Verhaltensforschung im Internet, Gentests,
Biotechnologie, patentierte Tiere, Kommunikationshype,
Kunstpraxis, Medizin, AIDS-Kritik, Widerstand
gegen Gen- & Reproduktionstechnologie,
Alan M. Turing, Archive, Wunsch &
Revolution, Nature
Heim
Susanne/Schaz Ulrike - “Berechnung
und Beschwörung“ Überbevölkerung
– Kritik einer Debatte
Die rede von der „Überbevölkerung“
geht vielen Menschen so leicht von den
Lippen wie die
Feststellung, die Erde sei rund oder im
Osten gehe die Sonne auf. Wie verfehlt
diese Selbstverständlichkeit ist,
begründen die Autorinnen in einer
historischen Analyse des Überbevölkerungsdiskurses.“
Mürner
Christian/Schmitz Adelheid (Hg.) - „Schöne,
heile Welt“ Biomedizin und Normierung
des Menschen
Der Wunsch nach einem leidfreien Lebens
ist ein alter Menschheitstraum. Versuche,
den Traum in Realität zu überführen,
endeten im Alptraum und gingen in der
Regel mit sozialrassistischen Denkweisen
und Praktiken einher. Biomedizin und Biotechnologie
gelten als das Geschäft des neuen
Jahrhunderts. Geburt, Gesundheit und Sterben
geraten immer mehr unter ihre Kontrolle.
Biologische Normierungen treten an die
Stelle der Sozialpolitik.
Dieser Sammelband problematisiert die
aktuellen Visionen vom Menschen nach Maß
und die Ausschlußkriterien. Er enthält
kritische Überlegungen zur politischen
Ökonomie der Biomedizin sowie den
sie begleitenden Ethikdiskursen und zeigt
die Ambivalenz des zunehmend bemühten
Begriffs der „Selbstbestimmung“
Raymond
Janice - „Die Fortpflanzungsmafia“
Seit die Techno-Medizin anbietet, jeden
Kinderwunsch zu erfüllen, sind Frauen
der westlichen Industrienationen zunehmend
von der Krankheit „Unfruchtbarkeit“
Befallen. Gleichzeitig wird bei den Frauen
der sogenannten Dritten Welt die Krankheit
„Fruchtbarkeit“ diagnostiziert
und bekämpft. Reproduktionstechnologien
und die dazugehörende biomedizinische
Industrie sind nicht nur eine Wachstumsbranche
mit enormen Zuwachsraten; sie werfen ethische,
juristische und politische Fragen auf.
Strobl
Ingrid - „Strange Fruit –Bevölkerungspolitik:
Ideologien, Ziele, Methoden, Widerstand“
Eine ernsthafte Beschäftigung mit
dem Thema Bevölkerungspolitik beinhaltet
die grundsätzliche Konfrontation
mit der herrschenden Norm, mit dem Wertesystem,
das diese Gesellschaft prägt und
den Menschen quasi zur zweiten Natur geworden
ist.
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