| Filme
"Mein Leben
in Rosarot" Drama, Belgien/FR/GB, 1997, ca. 89 min. ( N+V )
Normale Mädchen tragen Kleider, schminken sich und spielen mit Barbiepuppen.
Genau das macht auch Ludovic. Er ist ein Mädchen - das weiß
er ganz sicher! Es gibt nur ein kleines lästiges Problem dabei: Seine
Eltern, Geschwister und Nachbarn halten ihn irrtümlicherweise für
einen Jungen ... Was für ihn völlig normal erscheint, ist es
eben für andere Leute nicht. Manche Dinge tut man, andere nicht:
Egal wie natürlich sie auf uns wirken.
"Hermaphroditen
- eindeutig zweideutig" BRD, 2002, ca. 53 min. ( S )
Arte/ZDF-Themenabend: "XXY-Geschlechter zwischen Mann und Frau"
Mindestens eins von 2000 Kindern wird ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale
geboren. Entgegen die Empirie behauptet sich bis heute der Wahnvorstellung,
es gäbe lediglich zwei Geschlechter und mit ihr eine "natürliche
Heterosexualität". Die gesamte Gesellschaft basiert auf dieser
angenommenen Zweigeschlechtlichkeit, nicht nur auf öffentlichen Toiletten
und im Personenstandsregister, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt, in der
"Familienpolitik" und dem Bereich der medizinischen Kontrolle.
Somit muß alles als "krank" und "anomal" diffamiert,
besser noch ausgemerzt werden, was sich dazwischen befindet und die Ordnung
bedroht. Intersexuelle Kinder, die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen
geboren wurden, werden von Ärzten auch heute noch ohne Not zurechtoperiert,
sexuell verstümmelt, als medizinisches Lehrbeispiel begafft und gedemütigt,
bis sie selbst daran glauben, grundlegend "falsch" zu sein.
Faktisch sind intersexuelle Kinder als Ergebnis der Umoperation zum Teil
sterilisiert, obwohl die Sterilsiation Minderjähriger nach geltendem
Recht eine schwere Körperverletzung darstellt.
"Diesseits
von Eden" Essay, BRD, 2002, ca. 14 min. ( S )
Arte/ZDF-Themenabend: "XXY-Geschlechter zwischen Mann und Frau"
Zur Sprache kommt Marie-Luise Angerer. Sie ist etwas fortgeschrittener
als Judith Butler, durch deren These, Geschlecht sei kulturell konstruiert,
wie vor ihr schon John Money in den 1950igern, die Tore für exakt
dies eröffnete: Geschlechtskonstruktionen (Strukturaufbau), aber
auch Genitalverstümmelungen (Strukturabbau). Beide retardieren entlang
Gotthard Günther auf der 1. Reflexionsebene. Die Frage nach einem
wahren Geschlecht monierte bereits Michel Foucault.
"Southern
Comfort" USA, 2000, ca 70 min. ( N+V )
Robert Eads ist ein freundlicher Cowboy mit scharfem Verstand und viel
Humor. Inmitten der Landschaftsidylle von Georgia/USA führt er ein
scheinbar harmonisches Leben. Doch Robert Eads ist einer feindselig gestimmten
Umwelt ausgesetzt, denn er wurde als Frau geboren und hat sich zum Mann
machen lassen. Mittels Hormonen und eines chirurgischen Eingriffs zur
Entfernung der weiblichen Brust hat Robert Eads seinen Körper verändert,
auf eine totale Geschlechtsumwandlung allerdings verzichtet. Als Robert
Eads an Eierstockkrebs erkrankte, wurde ihm als Transsexuellem von über
20 Ärzten die Behandlung verweigert, was einer Verurteilung zum Tode
gleichkommt.
"Das verordnete
Geschlecht" BRD, 62 min ( S )
Film von Oliver Tollmein über Intersexualität
"Step up and be vocal" BRD, 2001, ca.60 min. ( S )
Interviews mit politischen KünstlerInnen in San Francisko über
QueerPunk, RiotGrrrl und Feminismus.
"Venus Boyz" Schweiz/BRD/USA, 2001, ca. 102 min. ( N+V )
Eine legendäre Drag-King-Nacht in New York ist Ausgangspunkt einer
Odyssee durch Welten jenseits der Geschlechtergren-zen, in denen Frauen
zu Männern werden - die einen für eine Nacht, die anderen für
ihr ganzes Leben: Was bewegt sie, was verändert sich, wovon träumen
sie? Der Film der schweizer Filmemacherin Gabriel Baur zeigt in schön
fotografierten Bildern (Kamera: Sophie Maintigneux) die Bandbreite zwischengeschlecht-licher
Identitäten und stellt Künstlerinnen vor, die auf unterschiedlichste
Weise Männlichkeit inszenieren und Geschlechterrollen überschreiten.
"bricolage"
Film (und Ausstellung) der Trash Drag Monsters, ca. 23 min. ( S )
Im Alltag besteht die als selbstverständlich vorausgesetzte Annahme,
daß es nur zwei Geschlechter gibt, daß klar ist, was "weibliche
Genitalien" sein sollen, und daß daraus natürlich'
abzuleiten ist, was sog. Frauen sind. Diese Zuordnung dient normalerweise
als Grundlage dafür, eine "natürliche Sexualität"
= Heterosexualität einrichten zu können. So ist es dann auch
scheinbar nicht möglich, in einem als "weiblich" kategorisierten
Körper "männlich" zu sein oder sich männlich
zu definieren und sich gleichzeitig als "lesbisch" zu bezeichnen.
Wir wollen mit unseren Aktionen diese scheinbar natürliche Ordnung
der Dinge angreifen. Die Ausstellung und der Videofilm 'bricolage' wurde
von uns zusammengestellt, um zu demonstrieren, daß Identität
für uns keine natürliche' Grundlage hat, sondern ein Produkt
ständiger Inszenierung ist. Auf den Fotos haben wir uns so in Szene
gesetzt und hingebastelt, wie wir uns (auch) selber sehen, wie wir gesehen
werden wollen und wie es uns Spaß macht. Es treten auch Personen
mehrmals und in unterschiedlichen Geschlechtern auf...
Im Film haben wir Leute dazu befragt, woran sie Geschlecht festmachen.
Außerdem wird deutlich, wie sehr das Bewußtsein über
'Geschlecht' alltägliches Handeln bestimmt.
"Outlaw"
USA, 1994, ca. 27 min. ( S )
Alisa Lebow interviewt Leslie Feinberg .
"Shinjuku
Boys" GB, 1995, ca. 53 min. ( S )
Nach "Dream Girls" haben die beiden britischen Dokumentarfilmerinnen
wieder einen Film zu Gendercrossing gemacht. Gaish, Tatsu und Kazuki arbeiten
als "Gastgeber" im New Marilyn Club im Tokyoer Stadtteil Shinjuku.
Der Club wird vorwiegend von heterosexuellen Frauen besucht, die hier
vieles geboten bekommen, was sie bei ihren Männern nicht finden.
Portraitiert werden - neben Freundinnen und Kundinnen - drei Gastgeber:
Ladykiller Gaish, Kazuki, die mit einer transsexuellen Sängerin zusammenlebt,
und Tatsu, die mit der Studentin Tomoe lebt und sich gerade einer Hormonbehandlung
unterzieht. Der Film besticht vor allem durch die Offenheit, mit der alle
Beteiligten über ihre Gefühle und Wünsche reden. Die Gendervorstellungen
der ZuschauerInnen werden kräftig durcheinander gewirbelt: Gaish,
Tatsu und Kazuki bezeichnen sich als Onnabe, als (biologische) Frauen,
die als Männer leben, Sex mit Frauen haben, sich aber nicht als Lesben
verstehen.
"Intersexuell
- zwischen den Geschlechtern. Von der Schwierigkeit weder Mann noch Frau
zu sein" BRD, 2003, ca. 45 min. ( S )
Die erste Frage bei der Geburt eines Kindes lautet: Junge oder Mädchen?
Für die Eltern ist es ein Schock, wenn Hebamme und Arzt die Frage
nicht eindeutig beantworten können. Experten schätzen, dass
dies bei einer von 2000 Geburten der Fall ist: Kinder mit nicht eindeutigem
Geschlecht: Hermaphroditen, Zwitter oder, so der heute gängige medizinische
Fachbegriff, Intersexuelle. Seit Jahrzehnten werden intersexuelle Kinder
mit Zustimmung ihrer Eltern chirurgisch und hormonell "korrigiert".
Ihnen wird ein eindeutiges Geschlecht zugewiesen. Doch diese Zuweisung
bedeutet oft den Beginn eines langen Martyriums.
"Boys dont cry" Drama, USA,1993 ( N )
Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt der Film von Identitätssuche
unter extremen Bedingungen. Brandon Teena will als Mann von Frauen
geliebt werden. In der konservativen Umgebung des US-amerikanischen Mittelwesten
setzt er ein leidenschaftliches Fanal für soziale und sexuelle Freiheit
des Individuums.;
"Gendernautes" Dokumentation, BRD,1999 ( N )
englischer Originalfilm mit deutschen Untertiteln über die Transgenderszene
in San Francisco;
Break it up BRD 1988, 23 min. ( A )
Transsexualität und andere Beispiele geschlechtsübergreifenden
Verhaltens.
Wo gibt's die Filme?
- X = In allen
Videotheken
- V = "Videodrom"
- Mittenwalder Str.11, 10961 Berlin, Tel.: 030/6928804
- N = "Negativland
off-Videos" - Dunckerstr. 9, 10437 Berlin, Tel.:030/4477447,
www.negativland.de
- A = Autofocus
,Lausitzerstraße 10, 10999 Berlin Tel.: 030/6188002, www.videowerkstatt.de
- T = 451
Filmgalerie, Torstraße 231, 10115 Berlin Tel.: 030/23457911
- S = Sonstiges
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und wir geben euch die Infos!
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